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https://striezelmarkt.dresden.de/de/markttreiben/Dresdner-Striezelmarkt-Weihnachtliches-Kunsthandwerk.php 12.10.2018 11:11:43 Uhr 14.12.2018 06:08:50 Uhr
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© LHD/Sylvio Dittrich

Weihnachtliches Kunsthandwerk

Weihnachtsbaumschmuck aus Thüringen, Plauener Spitze, feingemusterte Stoffe der Lausitzer Blaufärber, Keramik aus dem schlesischen Teil Sachsens und die beliebten Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge: Der Dresdner Striezelmarkt ist ein Schaufenster traditioneller Volkskunst. Handgefertigte kunsthandwerkliche Erzeugnisse gibt es hier jedoch nicht nur zu kaufen. In den Pavillons der weihnachtlichen Schauwerkstätten können Besucher Handwerkskunst „live" erleben.

Hier schnitzen und drechseln Kunsthandwerker filigranen Weihnachtsschmuck der Erzgebirgischen Volkskunst. Außerdem lassen sich Stollenbäcker bei der traditionellen Zubereitung ihrer Leckereien über die Schulter schauen.

Im Info-Pavillon finden Sie den Einpackservice, der Ihre Geschenke weihnachtlich verpackt.

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Weihnachtliche Holzkunst

Holzfiguren aus dem Erzgebirge prägen seit Jahrhunderten den Dresdner Striezelmarkt. Was einst mit hölzernen Spanschachteln und einfachen Holzwaren begann, fand im 18. und 19. Jahrhundert mit Holzspielzeug seine Fortsetzung.

Schließlich gelangten mit der Herausbildung der »bürgerlichen Weihnacht« jene Holzfiguren, die Drechsler und Schnitzer nur zum Schmuck ihres eigenen Heimes angefertigt hatten, in die Weihnachtsstuben außerhalb des Erzgebirges.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstand daraus eine ganze Palette kunstvoller Figuren, die von geschickten Holzspielzeugmachern bis heute in Handarbeit gefertigt werden.

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Gläserner Baumschmuck

Die Sitte des Schmückens von Christbäumen hat einen sehr alten Ursprung. Anfangs wurden Äpfel, Oblaten, vergoldete Nüsse und Zuckerwerk als Schmuckelemente benutzt. Die ersten geblasenen Christbaumkugeln entstanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Es handelte sich um größere Perlen, die in Kettenform oder auch einzeln aufgehängt wurden.

Mit der Zeit und der Verbesserung der Herstellungsverfahren kamen immer neue Formen und Varianten hinzu. So entstanden zwischen 1870 und 1930 etwa 5.000 verschiedene Muster. Auch heute noch sind solche traditionellen Formen wie Vögel, Engel, Zapfen und Glocken neben den kunstvoll bemalten Kugelformen sehr beliebt.

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Keramik

Töpferwaren aus Sachsen gehören seit Jahrhunderten zum Angebot des Striezelmarktes. Die Gefäße wurden in kleineren Werkstätten frei auf der Töpferscheibe gedreht, dann glasiert und gegebenenfalls bemalt beziehungsweise geschwämmelt und im Holz-, seit 1900 immer häufiger im Kohlenfeuer, gebrannt. Größere Betriebe verwandten seit den 20er Jahren auch Gießformen aus Gips.

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