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https://striezelmarkt.dresden.de/de/markttreiben/Dresdner-Striezelmarkt-Weihnachtliches-Kunsthandwerk.php 15.12.2022 09:30:55 Uhr 06.02.2023 22:43:06 Uhr

Kunsthandwerk mit Tradition

Die beliebten Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge, Plauener Spitze, feingemusterte Stoffe der Lausitzer Blaufärber, Keramik aus dem schlesischen Teil Sachsens und Weihnachtsbaumschmuck aus Thüringen: Der Dresdner Striezelmarkt ist ein Schaufenster traditioneller Volkskunst.

Weihnachtliche Holzfiguren

Seit Jahrhunderten prägen Holzfiguren aus dem Erzgebirge den Dresdner Striezelmarkt und verleihen vielen Wohnzimmern einen ganz besonderen Weihnachtsglanz. Was einst mit hölzernen Spanschachteln und einfachen Holzwaren begann, fand im 18. und 19. Jahrhundert mit Holzspielzeug seine Fortsetzung.

Schließlich gelangten mit der Herausbildung der »bürgerlichen Weihnacht« jene Holzfiguren, die Drechsler und Schnitzer nur zum Schmuck ihres eigenen Heimes angefertigt hatten, in die Weihnachtsstuben außerhalb des Erzgebirges.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstand daraus eine ganze Palette kunstvoller Figuren, die von geschickten Holzspielzeugmachern bis heute in Handarbeit gefertigt werden.


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Weihnachtspyramide

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Vorläufer der erzgebirgischen Pyramide waren statische, durch Stäbe gebildete, pyramiden­förmige Weihnachts­gestelle, umwickelt mit Tannen­grün. Die älteste erhaltene Stufen­pyramide soll bereits 1780 entstanden sein.

Eine echte erz­gebirgische Weihnachts­pyramide ist oft die Attraktion der Advents­dekoration. Wer eine solche schon mal in Funktion erlebt hat, weiß warum: Wenn die brennenden Kerzen die Pyramide in Bewegung setzen, dann ziehen Engel und Schäfchen, Hirten und Bergleute an den Augen der Betrachter vorüber und erzählen immer wieder neue Geschichten von der Weihnachts­zeit.

Schwibbogen

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Wie eng die erzgebirgische Volkskunst mit dem Bergbau verbunden ist, beweist der traditionsreiche Schwibbogen, der in der Adventszeit zahlreiche Fenster schmückt. Laut Erzählungen findet der halbrunde Lichterbogen seinen Ursprung in einer Bergwerksleuchte, die zur Mettenschicht am Heilig Abend unter Tage aufgehängt wurde. Zu dieser Mettenschicht schenkte der Bergschmied seiner Knappschaft einen Weihnachtsleuchter aus Eisen, der Schwibbogen genannt wurde.

Heute wird der Schwibbogen vorwiegend aus Holz gefertigt. Als Bogeninhalt gibt es eine Vielfalt figürlicher Darstellungen, die vom weihnachtlichen Krippenspiel über Bergmannsmotive bis hin zu Darstellungen vorweihnachtlichen Treibens reichen.

Nussknacker

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Der »Vater« des erzgebirgischen Nussknackers ist der Seiffener Wilhelm Friedrich Fürchtner. Er schuf 1870 den ersten gedrechselten Seiffener Nussknacker-König.

Für die Nussknacker ist charakteristisch, dass sie aus gedrechselten Teilen zusammengebaut werden, die überwiegend farbig bemalt sind. Dargestellt werden vorwiegend Gestalten aus der Obrigkeit wie Soldaten, Könige, Oberförster, Polizisten und Ritter, denen man Nüsse zum Knacken gibt.

Räuchermännchen

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Auch der Räuchermann ist eine typische Erzgebirgsfigur mit langer Tradition. Er stellt, immer Pfeife rauchend, in einer schier endlosen Vielfalt an Motiven die gemütliche Seite des Lebens dar.

Der Grundkörper des Räuchermannes besteht aus einem hohlgedrechselten Körper, der nach unten offen ist und oben eine kleine Öffnung für den Rauchabzug hat. Die untere Öffnung wird mit einem Sockel verschlossen, auf dem das Räucherkerzchen steht. Um die Struktur des Holzes sichtbar zu machen, hat ein Großteil der Räuchermännchen eine naturbelassene Oberfläche bzw. ist nur farbig lasiert.

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