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https://striezelmarkt.dresden.de/de/markttreiben/geschichte/symbole-und-figuren.php 07.10.2019 15:11:30 Uhr 14.11.2019 10:50:33 Uhr

Symbole und typische Figuren

Alle Jahre wieder lassen sich die großen und kleinen Marktbesucher vom weihnachtlichen Zauber des Dresdner Striezelmarkts einfangen. Obwohl so manchen Veränderungen unterworfen und auf verschiedenen Plätzen in Dresden zu Hause, bewahrte der Dresdner Striezelmarkt dennoch sein unverwechselbares Gesicht.

Zu diesem gehört – neben Weihnachtsmann und Lichtertanne, Weihnachtspyramide und Adventskalender - unverzichtbar der Pflaumentoffel. Auch heute noch lacht uns der kleine Mann aus Backpflaumen von den Marktständen an, einen Glücksbringer hat schließlich jeder gern.

Dresdner Pflaumentoffel

Der Dresdner Pflaumentoffel ist den kleinen, oft erst sieben Jahre alten Schlotfegerjungen mit Umhang und Leiter nachgebildet, die mit ihren Kehrbesen in die Kamine klettern mussten, um sie von innen zu reinigen.

Später, nachdem sich die Reinigung der Feueressen mit dem Ableinbesen durchgesetzt hatte, und die Schornsteinfegerlehrlinge mindestens 18 Jahre alt sein mussten, veränderte sich auch der Pflaumentoffel. Der Besen fiel weg, aus dem schwarzen Umgang wurde eine goldene »Halskrause« und auf dem Kopf sitzt ein Zylinderhut. So sieht er noch heute aus.

Die erste Notiz über das »Männchen aus Backpflaumen« gab es zu Weihnachten 1801. Viele arme Familien bastelten oft aus bitterer Not zu Hause Pflaumentoffel, und die Kinder mussten diese dann zwischen den Buden, bei Wind und Wetter, bei Dunkelheit, Nässe und Kälte verkaufen.
Seit 1850 wurde dieser kindliche Verkaufshandel angeprangert, zunehmend eingeschränkt und schließlich 1910 endgültig untersagt.

Heute entstehen Pflaumentoffel in gewerblicher Serienproduktion und werden als »Original Dresdner Pflaumentoffel« und als Glücksbringer verkauft.

Informationen in Gebärdensprache

Striezelkinder

Die Striezelkinder wurden Anfang der 1930er Jahre von Max Schanz geschaffen. Der langjährige Direktor der Seiffener Fachschule für Holzspielzeug und Holzgestaltung gestaltete die Symbolfiguren des Dresdner Striezelmarkts nach Motiven eines Holzschnittes von Ludwig Richter aus dem Jahre 1853: dem Bild von den beiden Kindern, auf deren Tisch neben einigen Pflaumentoffeln das Schild steht: »Ausverkauf wegen Geschäftsaufgabe«.

Die Striezelkinder wurden 1937 auf der Weltausstellung in Paris mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. In der Advents- und Weihnachtszeit schmücken sie auch Dresdens Kirchen, Straßen und Wohnungen.

Informationen in Gebärdensprache

Original Herrnhuter Advents- und Weihnachtssterne

Sie wurden bereits Mitte des 19. Jahrhunderts in Schulen der Herrnhuter Brüdergemeine in der Lausitz gebastelt.

Erst am Anfang des 20. Jahrhunderts begann die manufakturmäßige Serienproduktion und führte zur großen Verbreitung dieses Weihnachtsbrauches. Bis heute werden die Sterne mit der Hand gefertigt.

Gern kaufen auch Gäste des Striezelmarkts einen derartigen Stern als Andenken.

Ein Striezelmarkt-Stand verkauft Herrnhuter Sterne

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